Asakusa Tempel - Buddhismus in Japan

Der Asakusa- Tempel der auch unter dem Namen Sensoji bei zahlreichen Reisführern aufgeführt ist, gilt als eine der Sehenswürdigkeiten in der Metropole Tokio. Allerdings muss man vorneweg sagen, dass diese Sehenswürdigkeit zum einen wahrlich ein Touristenmagnet ist und zum anderen vermutlich auch für viele nicht das beinhaltet was man sich verspricht. Denn der Asakusa Tempel ist zwar durchaus sehenswert aber er hat in den letzten Jahren sehr stark unter seiner touristischen Beliebtheit gelitten und ist daher weder in der Atmosphäre noch in der ihn umgebenen Kulisse einer der besonders attraktiven Tempel. Er ist jedoch deshalb so beliebt, da man in der nahen Umgebung der Millionenstadt keinen anderen vergleichbaren Tempel besuchen kann, ohne vorher einen stundenlangen Anfahrtsweg in Kauf zu nehmen wie beispielsweise zum Kyoto Tempel.


Daher wird in fast allen Reiseführern auf diesen Tempel aus dem 7. Jahrhundert verwiesen, den eine sehr interessante Legende umwirbt. So sagt man, dass zwei Brüder seinerzeit versuchten eine Statue der barmherzigen Göttin immer wieder zum Fluss Sumida zurück bringen wollten, diese aber immer wieder bei ihnen auftauchte. Ihr zu Ehren wurde dann der buddhistische Tempel erbaut, der seitdem Anziehungspunkt für zahlreiche Gläubige ist. In dieser Kulisse findet auch alljährlich das dreitägige Matsuri Fest statt, welches eine kleine Attraktion darstellt. Besonders sehenswert ist in der Tempelanlage auch das Donnertor sowie die über fünf Stockwerke verteilte Pagoda, die dem Bostsu gewidmet ist. Allein aufgrund dieser Begebenheiten wäre die Tempelanlage sicherlich mehr als beachtenswert, allerdings hat hier der Konsum regelrecht das Ambiente zerstört. Denn unzählige Souvenirgeschäfte mit kitschigen Plastik Buddhas säumen hier den Weg und lassen bedauerlicherweise das ehrwürdige Ambiente zu einem Tourismus El Dorado mutieren.

Datum: Samstag, 27. September 2008 0:29
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