Wiederaufbau Museum Tokio - Erdbeben Tokio 1923

Tokio ist eine der reizvollsten Städte auf der Erde, da sie jeden Besucher auf die unterschiedlichsten Weisen fasziniert und nachhaltig beeindrucken wird. Ihr Glanz, der nicht aufzuhaltende Fortschritt und die besondere Kulisse lassen Tokio zu einer der beliebtesten Hauptstädte weltweit mutieren. Dies war aber nicht immer so. Denn auch Tokio besitzt eine geschichtliche Vergangenheit, in der nicht Ruhm und Glanz den Alltag prägten, sondern Tragödien und Verluste. So litt die Stadt unter den Folgen des Krieges ebenso wie auch unter zahlreichen naturellen Ereignissen, die aufgrund der geographischen Lage immer wieder verheerend waren.


Dabei erlebte die Stadt vermutlich im Jahre 1923 die schwerwiegendste Tragödie, als das große Kanto- Erdbeben die Stadt in manchen Bezirken nahezu vollkommend zerstörte. Bei diesen Erdbeben kamen über 100000 Menschen ums Leben, und eine weitaus größere Anzahl verlor dabei ihr gesamtes Hab und Gut. Als Erinnerung an diese damalige Zeit wurde an einer Stelle, die damals eigentlich als Schutzraum dienen sollte,  aber über 30000 Menschen in den Tod riss, ein Museum der besonderen Art errichtet. So findet man hier das Wiederaufbau- Museum vor, welches sich auf mehrere Etagen verteilt. Hier kann man auf sehr persönliche Weise einen Eindruck erhaschen, welches Ausmaß der Zerstörung damals in Tokio herrschte und man kann angesichts der zahlreichen Exponate erahnen, unter welchen Zustand die Menschen nach der Tragödie lebten mussten. So sind hier geschmolzene Gegenstände, Exponate und auch Berichte aus der Zeit zu sehen, die ergänzt werden von zahlreichen Aufzeichnungen der Überlebenden. Auch findet man hier eine kleine Ausstellung zu Ehren der damaligen Künstler vor, die bei diesen tragischen Ereignis ihr Leben ließen.

In Erinnerung an die zahlreichen Opfer der damaligen Zeit und vor allem auch in Hinblick auf die heutige Lage ist dem Museum zudem eine buddhistische Andenkenshalle angegliedert, in der man den Opfern gedenken kann, aber auch um Beistand beten kann, damit sich eine solche Tragödie nicht wiederholt. Zudem findet man hier auch die sogenannte Andenkensglocke vor, die an die Bombardierungen im Weltkrieg erinnern soll, und die ebenfalls als Mahnmal dient.

Datum: Samstag, 27. September 2008 0:17
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